VAN RAY
Der deutsche Street-Art-Künstler Van Ray wuchs in den 1980er-Jahren unter dem Einfluss der Pariser „Pochoir-Bewegung“ auf. Diese Kunstform, die gesellschaftliche Kritik im öffentlichen Raum zum Ausdruck bringt, prägte ihn früh. So begann er, seine eigene Sicht auf die Gesellschaft durch Graffiti auszudrücken.
Mit seiner persönlichen Entwicklung und der zunehmenden Auseinandersetzung mit den allgegenwärtigen sozialen und politischen Problemen der westlichen Gesellschaft erweiterte Van Ray sein künstlerisches Repertoire. Er entwickelte seine Arbeit mit Schablonen, Stickern, Paste-ups und Skulpturen weiter. Diese schrittweise Entwicklung spiegelt sich auch in seinen Arbeiten im öffentlichen Raum wider.
Aufbauend auf seinen bisherigen künstlerischen Fähigkeiten erhielt Van Ray in Düsseldorf Unterricht in Zeichnung und Malerei. Parallel dazu experimentierte er mit 3D-Animation und Visualisierung.
Ein persönlicher Umbruch und der damit verbundene Umzug nach Köln im Jahr 2007 gaben den Anstoß zur Gründung der Künstlerkooperation „fancyroom“. Ziel war es, Design und Street Art miteinander zu verbinden. Die entstandenen Arbeiten wurden von mehreren Textilherstellern für ihre Produkte verwendet. Gleichzeitig begann Van Ray, seine vorwiegend gedruckten Arbeiten durch Ausstellungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Heute verbinden Van Rays Arbeiten Street Art, Pop Art und zeitgenössische Kunst. Dabei bewahrt er die grundlegenden Elemente seines unverwechselbaren Stils, ohne seine gesellschaftskritische Haltung aus den Augen zu verlieren. In seinen neueren Werken verwendet er unterschiedliche Techniken wie Sprühfarbe, Acrylfarbe, Collage und Décollage auf Eisenblechen, Acrylglas, Holzlatten oder historischen Verkaufsautomaten.
Seine Arbeiten sind in Galerien von Köln über London bis Shanghai zu sehen.